Stillsein…

In Gedanken getrübt über die Welt die mich eins ausmachte, sitze ich nun hier und schaue ab und an in den Himmel, der mich mit seinen Grautönen weder zu Ermutigung versucht noch das Gegenteil bewirken möchte.

Fast Lethargisch nehme ich mein Umfeld wahr, habe weder das Bedürfnis das gesagte Wort, noch eine Handlung zu kommentieren.

Ich Lebe in den Augenblick, ohne zu Bemerken, das die Stunden vergehen.

Nehme Abschiede, ohne mich Umzudrehen.

von: Hatice Ö.

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Neulich als ich wegen eines Problems bei meinem Arzt war,…

Vor einigen Tagen musste ich mal wieder meinen neuen Doc aufsuchen, weil diverse Baustellen in Bezug auf mich und meine Gesundheit weder endeten, noch minimaler wurden.
Ich hegte die Hoffnung, das der Doc mir ein Rezept geben und ich dementsprechend schnell meine Schmerzen los werden würde.Leider musste ich enttäuscht feststellen, das ich am ende des Gespräches und auch der Behandlung nichts bekam.

Stattdessen drückte der gute mir eine Überweisung zum Röntgen in die Hand und wollte mich nach dem Wochenende wieder sehen um die Aufnahme zu besprechen.

Gut, dachte ich.

Im Grunde konnte man ja nur Hoffen, das es schnell eine Lösung des Problems gab, wenn dieser endlich klar Definiert werden würde.

Bevor er mich entließ, sollte ich die Apotheke aufzusuchen um für meinen Fuss, eine bestimmte Einlage zu kaufen.Er hatte eine Vorab Diagnose gestellt und wollte eine Bestätigung durch das Röntgeninstitut.

Ich war gesegnet mit einem Fersensporn.
Also Humpelte ich zum Rönteninstitut und kam mir wie der letzte Depp vor und wartete geschlagene 1 ½ Std. um nur am Fuss geröntgt zu werden und um das ganze noch mal mit dem dortigen Arzt zu besprechen.
Am ende sagte jener zu mir, das ich keinen Fersensporn hätte, ich sah mich in seinem Büro um und das Chaos hatte eine neue Definition durch ihn.Irgendwie konnte ich den nicht ernst nehmen.
Überall lag etwas rum und die nackte Madonna lag Offenherzig auf seinem Schreibtisch.
Er hatte meinem Röntgenbild nicht mal ein Blick gewürdigt und servierte mich ab.
Ich fühlte mich Verarscht.
Nach wenigen Minuten fand ich mich mit meiner Partnerin in unserer Apotheke wieder.Zuvor hatte die Liebste vergeblich bei meherern Apotheken versucht, das besagte Teil für die Ferse zu bekommen.
Als wir endlich an der Reihe waren, trat ich einen Schritt vor und Begrüsste die Blonde Apothkerin mit einem Lächeln.

 

Das Gespräch verlief ungefähr so ab:
Ich: Guten Tag, ich habe ein Fersensporn und bräuchte dafür eine spezielle Einlage, mein Arzt meinte ich soll in einer Apotheke danach Fragen.
Sie: ein verständnisloser Blick, etwas Irritiert.Moment bitte….Ging zu einem Ständer und kam nach 5 Minuten und legte mir zwei Packungen vor.“Also wir haben nur das, vielleicht Hilft es Ihnen?”
Mein Blick wanderte zu den Packungen und ich nahm ein Hühneraugenpflaster wahr und ein Spezial Pflaster für Blasen an den Füssen.
Leicht verdutzt schaute ich auf und meinte zu Ihr, das ich ja keine Hühneraugen hätte und ein Blasenpflaster auch nicht brauchen würde.Denn wenn ich ein Blasenproblem hätte, würde ich das ja auch kaufen.Aber ich hätte ja ein Fersensporn.
Sie Fragte tatsächlich WO?Ich (Perplex) naja, an der Ferse halt, am Fuss!
Sie: ja wie Gross ist das denn?Ich: Ja so Gross wie eine Ferse nun mal ist, ne?!
Naja, anscheinend hörte sie meine Unfassbarkeit aus meiner Stimme heraus und entschuldigte sich kurz.
Währenddessen musste ich mir leicht an den Kopf fassen und fragte mich, ob das Gespräch gerade wirklich stattgefunden hatte.Meine Sprachlosigkeit erkannte meine Partnerin, die wiederum Schwierigkeiten hatte, das Lachen zu unterdrücken.Nach wenigen Minuten kam die Apothekerin und meinte sie hätte eine Kollegin gefragt und diese hätte ihr Bestätigt, das es durchaus andere Produkte geben würde, aber man müsste diese Bestellen.
Ich: “Ja, dann müssen wir es tun..”
Mit jedem Satz den wir wechselten, kam sie Durcheinander.Am ende Bestellten wir das Fersen Ding in der Größe 2 und wollten es auch sofort Bezahlen, der Gedanke noch mal in die Apotheke zu Humpeln und dieser Frau ein zweites Mal zu begegnen erfreute mich nicht.Ich wollte gehen und bat auch um eine Lieferung per Boten.

Gesagt, getan.

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Ähm ja..;)

Ich wünsche allen meinen Blogbesuchern, von Wo auch immer …

einen guten und stressfreien Start ins Neue Jahr.

Lasst euch nicht Unterkriegen und freut euch auf Sinnfreie Gedankengänge:)

 

Liebe Grüße

artificial

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Die ewige Leichtigkeit der Suche?

Vor einigen Tagen, nach anregenden Unterhaltungsphasen und unterschiedlichen Erwartungshaltungen meiner Gesprächspartnerinnen, an die Zukunft und an die Weibliche Bevölkerung, bin ich zu dem Schluss gekommen, das die Lesben Welt unter enormen Schwankungen leidet.

Ich möchte nicht, den Eindruck erwecken, das die Homosexuelle Partnerschaftssuche, wirklich anders gehandhabt wird, als in der Heterosexuellen Welt, das würde ich mir sicherlich nicht anmaßen, aber im Laufe der letzten Begegnungen und auch in dem gesagten Wort, konnte ich es mir nicht Verkneifen, einige Frauen (mal wieder) etwas Näher zu betrachten.

Und als würde ich das Heu, in dem immensen Nadelhaufen suchen, sprachen meine Begegnungen Bände.

Ich sah viele Verkörperungen, ich sah die unterschiedlichen Geschmäcker und auch einige Aussagen in Bezug auf die Liebe und das Vertrauen mit -und ineinander brachten mich zum Nachdenken, aber mir fiel besonders ein Typ an Frau auf, die vielleicht in jedem von uns ein wenig steckt.

Die Mengeneinheit ist Wohl (in uns) abhängig von, Größe, Gewicht, Prägung, Erwartungshaltung, der Logik und der absoluten Stärke, sich selbst am nächsten zu sein.

Mann weiss es nicht und Frau noch weniger.

Nun, bevor ich wieder mit meinen Gedanken ausschweife, komme ich direkt zu diesem besonderen Typ.

Ich spreche von einem Wesen, dessen Wissbegierde unerschöpflich ist und die Neugierde eine ständige Begleiterscheinung darstellt.

Das Bedürfnis, die Frau fürs Leben zu finden und sie evtl. für immer an der eigenen Seite zu Wissen, ist ein berauschender Kick, dessen sie sich bewusst ist.

Somit ist jede Begegnung, jede Frau, die einigermaßen ins Beuteschema fällt, die potentielle Lebensgefährtin.

Vergessen sind die Enttäuschungen.

Stattdessen wird die Erwartungskiste eingesetzt, man räumt ein wenig auf, denn es bedarf Platz, wenn die Angebetete, in der Sekunde des Verdurstens nach lieblichen Worten Sätze wie:

„Diese Geborgenheit ist Wundervoll“

„Das Bedürfnis, jemanden zu Berühren, deren Bekanntschaft man gerade erst gemacht hat, ist erschreckend und intim wohlig zugleich“

„Es ist fast schon so, als hätte ich die ganzen Jahre auf dich gewartet“
„Meine Traumfrau, sollte mich erobern und sich erobern lassen und die Unscheinbarkeit die ihr zweites Ich besitzt, nur mich entdecken lassen.

Sie soll mein sein, mit all ihrer Seele und ihrem Dasein und mich beschützen, während ich das Tal der Leidenschaft mit ihre erkunde“

von sich lässt…..

Und dann erwärmt sich das Herz, Frau wird schlagartig berauscht, von all dem Gehörten.

Es ist, als sei der tiefste und innerlichste Wunsch in Erfüllung mit „dieser“ Frau gegangen.

Ein biss auf die Unterlippe, lässt das Blut schmecken und die Tagträume hören mit einer Plötzlichkeit auf, was Schwindelerregend und teilweise Beängstigend zugleich ist.

Denn nun steht das Objekt der Begierde vor einem, vielleicht sitzt sie im Nirgendwo an einem Rechner, aber es ist Real, SIE ist real.

Das gesagte, oder das geschriebene Wort ist real.

(Ohne das die Richtigkeit jener je in Frage gestellt werden..)

Trügerisch glaubt sie, das der liebe Gott es endlich mit ihr gut meint.

Nach einigem hin und her verkrampft sich die Situation, dessen Kontrolle, eine Kontrolle wird.

Und nach einer Weile, beginn eine neue suche.

Von Hatice Ö.

Jahresrückblick

Als Teenie habe ich mich immer am ende des jeweiligen Jahres ins Bett gekuschelt und mich eifrig an das Schreiben begeben.

Ich weiß noch, das ich immer das Bedürfnis hatte, so Authentisch und Fehlerfrei, die vergangenen Monate wiederzugeben, die ich erlebt hatte.

 

Mal erzählte die Dramatik, die Geschichten und das Geschehene, mal die verheißungsvollen Versprechen, deren nicht einhalten, mein kleines Teenie Herz genauso zerrüttet hinterlassen hatten, wie als Erwachsene.

 

All die Jahre, hatte ich es mir zum Ritual gemacht eine Pro und Contra Liste zu erstellen.

Und während ich mir und meinen Listen treu geblieben bin und ab und an über das eine, oder andere stolperte, da ich es nicht übers Herz brachte, sie weg zu schmeißen, nahm ich viele Abschnitte immer wieder in mich auf, um als Erwachsene zu bemerken, das wenige Veränderungen in Bezug auf meine Gedankenwelt statt gefunden hatten.

 

Jene Gedankenwelt, in der ich ich war, in der ich gerne Lebte und auch meine Wünsche pflegte.

In denen ich meine Träume besaß und einiges auch Niederschrieb.

In der ich die Liebe mit der Phantasie eines Kindes ausmalte und als Erwachsene erlebte.

 

Im laufe der Jahre, nahmen die lieblichen Wünsche, die man als Teenie besaß ab.

Die Wichtigkeit, wie z.B.: die Wimperntusche endlich benutzen zu dürfen, oder das erste mal die Haare zu färben, verlor an Gewicht.

 

Stattdessen sah ich es im Heute als eine Qual an, regelmäßig darauf zu achten, das das Blau meiner Haare bloß nicht zu kurz kam, oder das die Augen nicht Müde aussahen.

Mein Portemonnaie lehnte es immer wieder Dankend ab, mich dabei zu unterstützen.

 

Da war noch die Kategorie der unendlichen Schwärmereien.

Der erste Liebeskummer und natürlich der Schmerz, den wir dachten nie ertragen zu können, geschweige denn zu überleben.

 

Fataler-weise, wird mal als Erwachsene eines besseren belehrt.

 

Die „Lehre“, erlebt sicherlich jeder von uns anders.

Der Punkt an nicht endenden Schwärmereien, die Frage, nach dem was ich wollte und was nicht, beschäftigten mich.

Das gebrochene Herz, der besagte Schmerz in einer endlosen Warteschleife, waren die ständigen Begleiter auf meinen Wegen.

 

Das Aufbauen, an Gefühlen, die Wahrnehmung von Worten, wie Sehnsucht, Begierde und Leidenschaft, nahm an Bedeutung zu.

All die kleinen und großen Etappen, die man als Teenie nicht kannte und nicht wusste.

 

Ein Schwenk in die Traumwelt zeigte mir, was ich tief in mir trug.

Ein Teil war ich, ein Teil war meine Phantasie, ein Teil war das was ich Verkörpert hatte und nach wie vor Verkörperte.

Entscheidende Abschnitte, die ich Bewusst und Unbewusst einkategorisiert hatte.

 

In unseren Träumen, waren wir Wir, unser Alter, unser Wesen, unsere Gedanken, unsere Entscheidungen.

In meinen Träumen war ich Ich.

 

 

 

Ich lebte sie aus, vielleicht einen kleinen Teil, bei einigen hielt ich Inne, und andere wagte ich nicht Auszusprechen.

 

So vergingen die letzten Jahre, mal mehr oder weniger positiv, mal mehr oder weniger stark.

 

Aber es veränderte mich in meinem Herzen nicht, denn im Heute, wenn ich mir diese Gedanken durchlese, sehe ich mich immer noch als ein 12 Jähriges Mädchen, schreibend, denkend, mit dem Unterschied, keinen Blog und Stift in der Hand zu halten, sondern mit dem Laptop auf dem Schoss.

 

Etwas Erwachsen, Reifer, Verantwortungsbewusster, aber genauso Ängstlich vor den nächsten 12 ungeschriebenen Monaten wie als Kind.

 

 

 

Von: Hatice Ö.

 

My CupCake

-Es gibt nichts, was in und aus mir Ausdrücken könnte, wie Wichtig und Einzigartig Du für mich bist!-

-Ich habe mich in meinem ganzen Leben nie so Beschützt und Aufgefangen gefühlt wie bei Dir.-

-Unser Wir hat kein Seinesgleichen-

-Ein Weg mit Dir zu gehen, ist das was ich möchte, mit einer Frage und eine Antwort hat es nicht geendet, sondern erst begonnen.-

 

Ich bin Dankbar, das Du in meinem Leben bist,

ich bin Glücklich, das du meine Liebe empfängst und Liebe zurück gibst.

Ich liebe Dich.

 

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Deutsche in ihrer Welt und ich allein in meiner..

Nach Weihnachten erwartete mich eine Begegnung von und mit nicht erfreulichen Dingen.
Während ich am Sonntag Abend, die Muse besaß den Ablauf meines Tages in meinem Köpfchen zu Planen, blieb ich immer wieder an dem Thema hängen, was mich bis dato seit einer Woche begleitet hatte.
Weder im Negativen noch im Sarkastischen Sinne, dachte ich über das bevorstehende Ereignis nach, welches sich Beerdigung nannte.

Ich wusste nicht so recht, was und wie ich mich Verhalten sollte, da es nicht in meiner Tagesordung stand, (katholische) Kirchen zu besuchen und mich dementsprechend zu Verhalten.
Also beschloss ich, nach besten Gewissen und Wissen, mich klein und doch bescheiden zurückzuhalten, denn ich wollte nicht Auffallen.
Und genau da steckt die versteckte Puante.
Ich fiel leider auf.

Als es dann zu der Versammlung kam, vor und in der Kirche, ließ ich den Blick über die ganze “Gemeinde” schweifen und begriff mit jedem verstohlenen Blick, das die Menschen nicht Verstanden was ich dort zu suchen hatte.
Ich war Dunkelhaarig, ich war nicht Deutsch und ich war nicht von der Familie.

Im Lapidaren Sinne, oder stellt euch das bitte Sinnbildlich vor,  war ich ein rotes Tuch und alle waren “junge” Stiere, die sich zwischen Rot und Pink nicht entscheiden konnten.
Die Leitung war gekappt.
Verhalten passte nicht zum Gedankengang.
What ever.

Begleitet von undefinierbaren Blicken und Gemurmel, saßen wir in der hintersten Bank und warteten darauf das die Messe begann.

Und während ich die Leute beobachtete, fühlte ich mich besonders von einer Dame angestarrt, die im übrigen die ganze Messe über, ihren Blick von mir nicht abwenden konnte.
Immer wieder tauschten wir Blicke aus und immer wieder “erschrak” sie, wenn sich mein Blick(wenn ich meinen Blick wie einen Spiegel  vorhielt) in ihren Bohrte.

Da ich den verstorbenen nicht persönlich kannte, und mir nur durch Erzählungen die letzten Monate ein Bild hatte machen können, war ich Neugierig über die Worte, die der Pfarrer aussprechen sollte.

So lauschte ich und merkte die Stille in dieser Heiligen Stätte.
Ich erwartete eine gewisse Ruhe, die mich überkommen sollte, die mich immer überkam, wenn ich einen Schritt in Kirchen tat.
Es kam nichts.
Es passierte nichts.
Stattdessen tauchte in meinem Kopf immer die Frage auf, ob es nicht besser gewesen wäre draußen vor der Kirchentüre zu warten.

Die Kälte tat sein übriges, da ich weder meine Zehen noch meine Finger spüren konnte, drohte ein Gedankenchaos auszubrechen, gefolgt von einer Welle schlechter Laune und eine Prise zum Abschmecken versteht sich leichtem Amoklauf und ein Schrei “Willst du ein Bild von mir”?
Ja ich war keine Deutsche, ich hatte schwarze Haare und ich sah Ausländisch aus und ich saß in dieser Kirche, ich sah die Kirche als einen Respekt vollen Ort an und benahm mich dementsprechend.

Aber, ich war und bin ein gut Erzogener Mensch und ich wusste mich zu Benehmen, meine zehn Minuten konnte ich noch die restlichen 21,5 Std. des Tages ausleben.

Die Messe war langatmig und enttäuschend zu gleich, da der gute Pfarrer mehr von Kirchen und Gemeinden erzählte, als über den Hauptprotagonisten.
Und der konnte sich nicht Beschweren.

Gott beschütze, die Seele dieses Mannes, dessen Enkelin meine Herzdame ist.
Mein Respekt gegenüber dem Verstorbenen und dem Familienteil, in der ich Willkommen war, erlaubte es nicht, auf die Frage, wie ich die Messe gefunden habe, Negativ zu Antworten.
So erlaubte ich mir die Notlüge, aus meinen Reserven und vertrat die Meinung, laut und angemessen, das sie gut war.

Angekommen am Friedhof um Abschied in der Trauerhalle zu nehmen, Begrüsste die Dame vom Beerdigungsinstitut alle mit einem Händeschütteln. Nur nicht mich und meine Schwester, die im Nachhinein dazu gestoßen war.
Ich fühlte eine Wut in mir aufsteigen.

Ich verstand diese Ignoranz nicht.
Ich verstand diese Überfoderung der Menschen nicht.
Der Blick dieser Frau, lässt sich weder in Worte fassen, noch könnte ich es niederschreiben, wenn ich sie besäße,  da meine Wut immer noch nicht abgeklungen ist.

Während ich nun mit meiner Schwester in der hintersten Ecke saß und der Musik lauschte, hörte ich immer wieder das klicken von Fotoapparaten und musste fast den Kopfschütteln, da ich so was weder kannte noch verstand.
Abgesehen davon störte es den Augenblick des Abschiedes.
Aber das schien ja nicht wichtig zu sein.
Es mussten Bilder gemacht werden um für die Nachwelt ein Sarg festzuhalten..

Als jeder dann langsam einen Schritt nach dem anderen aus der Trauerhalle hinaus trat und wir alle zur letzten Ruhestätte gingen, hielten meine Schwester und ich uns ganz zurück.

Verwundert darüber, wie schnell der Sarg in die Erde gelassen wurde und wie schnell sich der Pfarrer auf den Weg machte in seine Kirche zu gehen, blieb ich verdutzt stehen.
Der Blick meiner Schwester zeigte ebenfalls Verwunderung.
Und ich beschloss, das wir von dem Friedhof gehen sollten.
Ich ertrug das ganze nicht mehr.

Man hatte uns weder den Blick, noch die Möglichkeit gegeben etwas Mitzubekommen.
Und mein Glauben verbot es mir, Erde, Rosen und was auch immer als Abschiedsgeschenk mitzugeben, oder in die Ruhestätte zu legen.

Mit jedem Schritt, den ich mit meiner Schwester Richtung Ausgang ging, spürte ich die Luft zum Atmen wieder und mit jedem Schritt den ich tat, wusste ich das ich Glücklich war, mit meiner Familie, mit meinem Glauben und mit der Akzeptanz, die ich Lebte und vor allem die ich Beigebracht bekommen hatte.

Von : Hatice Ö.

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